• Stefanie Ruprechter

Reisen im Norden von Gran Canaria



Es ist einfach zu geil, und auch echt wahr: Ich reise jetzt ganze vier Monate mit meiner 4 jährigen Tochter Anja und meinem Partner Lou durch die Kanarischen Insel! Yipiii!

Das ist auch schon das Zweite mal, dass ich diesen Stuff hier eintippe. Das vom ersten Mal war fix fertig uuund -obwohl gespeichert-dann verschwunden. Ok, Klappe, die Zweite! Diesmal mit eigenem Gerät und hiesiger Tastatur. Ich bedanke mich aber trotzdem beim mega chilligen Laden, dem Big Wave Soledad, fürs verleihen des Laptops. Übrigens durften wir dort schon ein paar gemütliche und auch sehr lustige Abende verbringen. Dieses Restaurant kann ich euch sehr empfehlen. Wir wohnen dort zwar nicht, wir sind hauptsächlich via Air BNB am Weg, sind aber gleich in der Nachbarschaft vom Soledad in El Roque. Einen besonderen Platz im Bezirk Moya. Eine mini-halbinsel die mit malerischen Häuschen bebaut ist. Hier muss man im Gänsemarsch durch die schmalen Gässchen tapsen, um zu seiner Unterkunft zu kommen. Untergekommen sind wir bei der freundlichen Familie von Montse. Hier fühlt man sich, als ob man mitten im Atlantik sitzt. Umgeben von Wellen, die hier mit einer Kraft hereinpreschen, dass es mich am Anfang fast überfordert hat. Doch gleichzeitig war und bin ich auch unheimlich begeistert von dieser großen Kraft, die uns hier zu durchfließen scheint.



Genug Zeit

Die Ersten Tage waren auch durchflossen vom sich ständig wiederholenden Gedanken: “So, jetzt ist es echt soweit. Jetzt sind wir endlich da! Jetzt ist vielleicht Die Zeit meines Lebens, um genug Zeit zu haben!“ Ist Zeit nicht das Wertvollste, das man besitzen kann?



Die letzten Monate, in denen wir uns für die Reise vorbereitet haben, waren doch voll und ganz geprägt vom Tun und Planen. Fürs Sein nahm ich mir wenig Zeit. Am schwersten war natürlich so wenig Zeit für meine Kleine zu haben. Doch mir ist es auch in dieser Phase gut gegangen. Es ist doch schön für etwas zu „ brennen“. Entwickelt man dadurch doch eine immense Kraft und Durchhaltevermögen. So it's all about Begeisterung! Und natürlich bin ich noch dazu gesegnet mit meiner Arbeit. Es ist doch so ein Geschenk, so etwas beruflich tun zu können. Ja ,ok ich gebe es zu. Ich vermisse meine Holzscheiben ein wenig.. Aber wir zeichnen hier auch viel, machen Naturstudien und kommen schön langsam voll und ganz an auf der Insel.

Dieser wunderbaren vielfältigen Insel.






Hier im Norden sind sehr viele gute Surfspots, kleine idyllische Strände und üppig grüne Wanderwege. Im Osten ist es ähnlich. Im Süden ist es viel wärmer und karger mit Sanddünen und der Westen sei am wenigsten besiedelt und hat noch richtig wilde Natur. Also von Urwald bis Wüste alles da auf dieser Vulkaninsel. Unglaublich vielen sportlichen Betätigungen kann man hier nachgehen. Klettern, Surfen, biken, wandern ect ect. Alles was du willst!


Über 50 Kleinklimazonen gibt es hier. Und wir lieben Palmen!!!!! Und hier sind sie überall. Jetzt schön langsam sind wir sie gewöhnt, aber trotzdem schenken sie uns immer noch mit ihrem bloßen Dasein ein sonniges Urlaubsgefühl. Auch die omnipresenten Höhlen sind sehr interessant und verleihen dieser Naturschönheit noch zusätzlich eine mysteriöse Ausstrahlung. Ich würde mich auch sehr für die Geschichte der Alt-Kanarios interessieren, jedoch haben wir bis jetzt nur mit der christlichen Seite der Kanarios uns einer Begegnung erfreuen dürfen.



Feiertage

In den Ersten Tagen wollten wir gerne eine Kirche besichtigen. Da dort aber gerade Messe war, konnten wir überrascht feststellen, dass hier die Gläubigen mit verschränkten Armen die Messe mitverfolgen. Wir fanden es lustig! Aber ein wirklich spektakuläres Highlight durften wir beim Umzug der heiligen drei Könige in unserer Lieblingsstadt Las Palmas erleben. Das war vielleicht ein riesen Spektakel der Superlative! Oh Mann! Es gab soviel zu sehen und es war soviel los! Es war ein Umzug mit Karnevalswägen. Da war natürlich Peppa Wuz, StarWars und die Eiskönigin uvvvm vertreten. Ok, das ist etwas das ich mir nie reinziehen würde, wenn ich kein Kind hätte. For sure! Aber mit Kind ist eben alles anders und dann genießt man solche Unternehmung eben, weil man seine Tochter dabei betrachten kann, wie sie vor lauter Begeisterung fast zerspringt. Also gut! Das Highlight durften dann doch Casper, Melchior und der Balthasar sein. Diese ritten auf echten😢😢Kamelen durch die jubelnden Massen und sammelten Zettel ein. Die Zettel, so erfuhren wir schnell von netten, uns umsorgenden Locals, sind Wunschzettel! Ja richtig gehört! Die Kinder der Kanarios bekommen zweimal Geschenke. Einmal zu Weihnachten und nochmal von den heiligen drei Könige. Wir haben diesen Umzug auf jeden überstanden, äh ich wollte natürlich sagen genossen, und sind dann anschließend in weiser Voraussicht zu Fuß zurück geschlendert und sind somit den Stau umgangen. Entlang des wunderschönen Playa de Las Canteras gingen wir und durften noch einiges Schönes erleben. Anja hatte noch lange viel Energie, geschenkt von der Begeisterung, die ihr die Begegnung mit den Heiligen Drei Königen verlieh.



Espanol

Ich bin dabei mit der App Babble Spanisch h zu lernen. Wie wir merken, wäre das hier im wenig touristischen Norden sehr von Vorteil, da nur wirklich die wenigsten Englisch sprechen. Das ist Gott sei Dank kein Problem, da wirklich alle sehr freundlich und geduldig sind. Man fühlt sich sehr willkommen. Doch um mehr von dem Leben hier und der Kultur zu erfahren, wäre es schon wichtig. Schau ma mal, was noch geht in vier Monaten.




Wandern

Bei unserer Ersten Wanderung landeten wir fast beim Cruz de Tejeda. Fast in der Mitte der Insel. Wir fuhren einfach ohne Plan auf s gerade wohl los auf Entdeckungstour und folgten irgendwann mal den Schildern des Cruz de Tejeda. Das fanden wir dann ohne Bedauern zwar nicht, gingen aber eine andere Wanderung. Und landeten, zu meiner großen Freude, in wunderschönen Pinienwäldern. Bewachsen mit der Pinus Kanarios. Sieht meiner mir vertrauten und geliebten Pinus cembra, der Zirbe, sehr ähnlich. Die Wanderwege waren süßeste kleine Fußpfade und die Pinien und Eukalyptusbäume verzauberten unsere Wanderung zu einem Ausflug in eine magische Welt. Das ist allerdings etwas das man ohne eine Begleitung einer 4Jährigen nicht so leicht schafft.😉🌱




Die Autosraßen sind hier alle Top in Schuss. Bis hoch hinauf sind sie sehr angenehm zu befahren.


Surfen und Yoga

Mein lieber Gefährte Lou war am Anfang schon oft im Wasser, obwohl er auch ein wenig brauchte um dieser großen Gewalt von Atlantik Herr zu werden. Ich hab jetzt auch auch mal endlich die Geschichte mit Hightide und Lowtide gecheckt. Das ist ja jeden Tag anders und so. Aber es ist eben einfach unfassbar geil, dass wir uns auch damit, wie hier mit allem Anderen, einfach genug Zeit lassen können, weil diese Reise dafür echt lang genug dauert. Schön langsam zuckt es mich aber auch in den Schultern und Poseidon lockt mich ins Wasser.




Aber alles zu seiner Zeit. Jetzt bin ich mal dabei mich umfassend dafür „ aufzuwärmen“. Ich genieße es so sehr es endlich zu schaffen jeden Tag auf der Yogamatte zu stehen. Das Beste daran ist, es ist nicht mehr, wie ein Kampf gegen den inneren Schweinehund, dem ich jedes Mal widerstehen muss, um endlich mal wieder Yoga zu machen. Ich glaube der innere Schweinehund macht Urlaub, oder er ist eben daheim geblieben. Also wie dem auch sei. Hauptsache er ist nicht da. Bis jetzt zumindest. Wenn ich in meinen weiteren Blogs das Thema Yoga ausspare, dann wisst ihr Bescheid,ok? 😉


Das einzige was jetzt zählt ist das Jetzt. Und jetzt genieße ich das Gefühl nach jeder und während jeder Yoga Einheit, die ich mir meistens nach dem Frühstück gönne. Die Intension setze ich dabei beweglicher zu werden und meine Haltung zu verbessern. Da fallen mir nacheinander von verschiedenste Yoga Lehrer, die ich genießen durfte, wieder Übungen ein. Hier zeigt es sich wieder: nie ist was umsonst, alles hat seinen Sinn zu seiner Zeit. Hier schließt der Kreis mit dem Thema Zeit. Wie passend.

Raum und Zeit sind nur Konstruktionen, die uns dabei helfen die Illusion aufrecht zu erhalten, dass Dinge voneinander getrennt sind.

So oder so ähnlich lautet eines meiner Lieblingszitate über Zeit. Über dieses Zitat eines Physiker kann man übrigens sehr gut meditieren. Am liebsten mag ich aber im Moment Natur Beobachtungen, als Meditation. Zum Beispiel die Wellen des Meeres, Baumbart und die Wellen des Meeres. 😉



Und somit schicke ich euch Allen ganz viel Wärme und Segen in den Winter oder wo ihr auch immer seid. Das nächste Mal beschreibe ich euch einfach ein paar der schönsten Plätze, die wir besucht haben und vielleicht noch die Geschichte mit der Wurzelbehandlung.😷

Ich hoffe euch hat der Blog gefallen. Ich bin der totale Anfänger, also sagt mir, was euch gefallen hat und was nicht. Und bitte bitte seid nachsichtig mit den vielen Fehlern!

Ach ja und last but not least. Schaut doch mal in den Onlineshop. Meine liebe große Schwester freut sich deine Bestellung zu dir zu schicken. Nur Sonderanfertigungen und individuelle Amulette kann ich erst wieder Ende April machen. www.bildhauerwerkstaette.at

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